Noch heute, nach so vielen Jahren
bringt allein dein Name mich zum zittern.
Immer noch spüre ich deine lauernden
Blicke auf mir. Abwartend und geduldig wartend auf den richtigen
Moment um mich zu erlegen.
Und du hast es damals geschafft, mich
deine Kriegsbeute zu nennen.
Mir dein Mal in meine Seele zu brennen.
Verfolgst mich noch immer bis in meine Träume. Du hast mir damals
versprochen das ich dich niemals vergessen werde und dies ist wahr
geworden.
Aber wer vergisst schon seine Bestie,
du hast mir alles genommen. Auch wenn es nur wenig war, was ich
besessen hatte, hart erkämpft. Doch hast du es nicht gewürdigt.
Wolltest es besitzen. Besitzen wie den Schmerz den du mir bereitest
hast.
Den du in meine Augen gebracht hast,
wolltest sehen wie das Licht in ihnen bricht. Du wolltest mich
brechen und das hast du geschafft.
Spüre immer noch dein Gewicht auf mir,
deine Berührungen die immer drängender wurden. Schwarze Punkte
tanzen vor meinen Augen, wie damals als du mich gepackt hast, mir die
Luft zum atmen genommen hast, um mich zum schweigen zu bringen. Mein
lachhaften wenig starken Versuche dich abzuhalten, mir alles zu
nehmen, mich zu besitzen, hat dir Freude bereitet.
Du hast gelacht, noch heute höre ich
dieses Lachen. Umso mehr Angst ich hatte umso vergnüglicher war es
für dich, nicht wahr.
Du hast mir mehr genommen als meine
verbliebene Unschuld und Würde. Du hast mir das letzte bisschen
Sicherheit, welches ich mir bewahrt hatte, gewaltsam entrissen.
Nie werde ich mich vollständig sicher
fühlen. Du wirst wahrscheinlich Freude empfinden wenn du wüsstest
das du mich immer noch beherrscht. Nie werde ich dich vollständig
aus meinen Gedanken verbannen können. Du wirst immer ein Teil dessen
sein, welches mich zerbrochen hat.
Ich habe geblutet, nicht nur mein
Körper, sondern auch meine Seele hat blutige Tränen hervorgebracht.
Jede einzelne deiner unverzeihliche
Taten hat mein Innerstes weiter zerbrochen. Rieche förmlich deinen
Atem in meinen Nacken. Du kamst immer erst ganz nah an mich, damit
ich deine vollständige Präsenz spüre, bevor du mich wie ein Tier
gepackt hast und zu meinem persönlichen Ort Grauens gezehrt hast.
Mich hinter dir her geschleift, wie ein Gegenstand. Den nicht anderes
war ich doch für dich. Nur ein Spielzeug, mit dem du dich vergnügt
hast.
Doch hast du dich jemals gefragt, davor
oder danach, was du mir damit angetan hast. Ich denke nicht. Du warst
und bist immer noch zu egoistisch um an die Folgen deiner Taten zu
denken.
Du hast nicht darüber nachgedacht was
du mir da antust, sondern nur an dein eigenes perverses Vergnügen
gedacht, nur du warst dir wichtig. Aber was soll man schon von einer
Bestie erwarten.
Du bist meine persönliche Bestie, die
Bestie mit den Eisaugen. Diese Augen verfolgen mich. Sobald ich die
meinen schließe sehe ich die deinen vor dir. Kalt und berechnend,
lauernd und wartend. Nur um dann vor Freude zu strahlen wenn du dir
genommen hast, was du wollest. Doch das du aus meinen Augen das Licht
gestohlen hast, hast du nicht gemerkt.
Hast du dir eingeredet ich wollte es
auch. Und mein Widerstand war nur zur Erhöhung deines Vergnügen
gedacht.
Ich war ein Kind, ich war Zwölf. Als
du mich mit deinem Verlangen nach mir, mich zerstört hast. Ich hatte
noch die Chance, das sich mein Leben ändern wird. Doch hast du aus
meiner Hölle einen noch viel grausameren Ort gemacht.
Als du mich genommen hast, getrieben
von deinem perfiden Verlangen nach Macht und Gier. Ja du wolltest
mich beherrschen, das hast du mir immer wieder zugeflüstert. Ich
wäre dein kleines Vögelchen, das nur erschaffen worden ist um dich
zu reizen. Das du lange auf mich gewartet hast. Und ich dir nun die
langersehnte Erfüllung bringen würde.
Das ich dich mit Absicht gereizt habe,
dich gerufen habe wie eine Sirene. Doch wie hätte ich dies tun
sollen. Ich war doch nur ein Kind. Ein Kind das von solchen Dingen
keine Ahnung hatte. Das einzige dessen was ich mir bewusst war, war
meine Angst vor dir.
Angst die aus jedem, meiner zitternden
Atemzuge gesprochen hat, als du zu mir kamst. Immer und immer wieder.
Warst unersättlich nach meinem Leid. Hast dich in meinen Qualen
gesonnt.
Dank dir habe ich endgültig gelernt,
das es so was wie Rettung nicht gibt.
Denn keiner meiner Schreie wurde
erhöht, keiner hat mein Leid gesehen. Niemand hat auch nur ein
Funken Interesse gezeigt für mich. War ich doch nur ständig im Weg.
Doch du hast mich gesehen und dir
genommen was du wolltest.
Doch das am Ende nur ein kleines
Mädchen blutend vor dir lag, das um Hilfe gebettelt hat, gebettelt
du mögest aufhören, das hat dich nie interessiert.
Nie hast du mich gesehen ohne Gier in
deinen Eisaugen. Auch du hast dir nur genommen, wie schon andere vor
dir.
Doch du hast mir alles genommen was ich
noch hatte, hast nur eine leere Hülle hinterlassen.
Hast nur das Bild einer Bestie mit
Augen des Grauens hinterlassen, in einem kleinem Mädchen.
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